mittelmeerAm Epiphanias-Tag, dem 6. Januar, lädt die Kirchengemeinde traditionell zum Abendgottesdienst mit anschließendem Jahresempfang ein. Auch in diesem Jahr war die Kirche wieder gut gefüllt, der Posaunenchor und Kantor Bretthauer begleiteten den Gottesdienst, den Pfarrer Dr. Hosselmann und Presbyter Tschense gemeinsam mit der Gemeinde feierten. Es ging um Gottes Licht in uns und sein Wirken. "Die Power, die Welt zu verändern, ist längst in uns", sagte Presbyter Tschense zum Abschluss seiner Predigt.

Dafür bezog er sich nicht nur auf den Lesungstext aus dem Paulusbrief an die Korinther (2. Korinther 4, 6). Vor der Predigt erklang der Lindenberg-Song "Gott, wenn es dich gibt, warum änderst du's nicht". Tschense blickte zurück auf ein Jahr voller Krisen und Katastrophen und stellte dabei vor allem Fragen zur humnanitären Katastrophe im Mittelmeer: "Wie kann es sein, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken und Retter als Kriminelle bezeichnet werden?". Angesichts der vielen Austritte von Gemeindegliedern ließ ihn auch der Blick auf die eigene Gemeinde in Sorge verfallen. Doch Tschense blieb nicht bei der rückwärtsgewandten sorgenvoll Perspektive. Vielmehr machte er am Beispiel der Weisen aus dem Morgenland deutlich, dass mit Mut, Vertrauen in Gott und seinem Licht Großes gelingen kann: "Die Weisen sind aufgebrochen, seinem Licht, das aus der Finsternis hervorleuchtet entgegen. Einfach so! Ohne Garantie. Von Gottes Licht getragen." Voller Hoffnung und Zuversicht stellte Tschense heraus, dass Tausende Menschen in Lippstadt und Millionen weltweit nicht mehr bereit sind zuzusehen. Sie stehen auf, protestieren, machen aufmerksam. Sie sind bereit voranzugehen, andere zu bewegen." Das Licht, dass Gott in die Menschen gesetzt hat, macht sie, so Tschense, zu Lichtträgern. "Wir sind Lichtträger.", schloss er, "Wir können die Welt verändern, das kann doch gehen.Gott, weil es dich gibt".

Im Anschluss an den Gottesdienst stellte der Vorsitzende des Presbyterium die neuen Mitarbeitenden vor, die im vergangenen Jahr ihren Dienst in der Kirchengemeinde begonnen haben. Neben der Küsterin Marianne Sarodnick sind das Lino Schröder, der im Jugendtreff Shalom eine Jungengruppe etablieren wird, Witold Bazckowski, der den Posaunenchor leitet und Hannah Fricke, die seit dem vergangen Jahr das Veranstaltungsmanagement für die Konzert-Reihe "30 Minuten Orgelmusik" übernommen hat.

Bei Snacks und Getränken war dann noch ausreichend Gelegenheit, auf das neue Jahr anzustoßen und den Abend ausklingen zu lassen.

 

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