von Sibylle Hänsler

Futtern mit Luthern

Lutherbrot

Martin Luthers Ehefrau Katharina von Bora soll dieses Brot ihrem Mann gebacken haben. In Sachsen wird das Lutherbrot oder Reformationsbrot seit 1667 zum 31. Oktober eines Jahres gebacken, um an Luther und seine 95 Thesen zu erinnern.

Feste Zutaten:
1 kg Weizenmehl, 200 g Zucker, ½ TL Salz, 2 Päckchen Trockenhefe, 200g Sulantinen, 200g Orangeat oder Zitronat

Flüssige Zutaten:
400 ml Milch, 200 g Margarine, 100 g Honig, 4 Tropfen Zitronenaroma oder Zitronenzucker, zum Schluss 1 Ei

Für die Glasur:
Aprikosenmarmelade, Schokoraspeln

Alle festen Zutaten werden in einer großen Rührschüssel gut vermischt. Die Milch wird in einem kleinen Kochtopf erwärmt (nicht erhitzen oder kochen!). Anschließend werden alle flüssigen Zutaten in der warmen Milch vermengt.

Nun wird die warme Flüssigkeit zu den festen Zutaten hinzu gegeben. Zum Schluss wird das Ei zugefügt. Alle Zutaten werden miteinander verknetet, bis sich der Teig vom Rand der Schüssel ablöst. Nun muss der Brotteig in einer warmen Umgebung und mit einem sauberen Küchentuch abgedeckt, etwa eine halbe Stunde ruhen.

Anschließend wird eine runde Backform mit Fett ausgerieben und mit Mehl bestäubt. Vor dem Einfüllen in die Form wird der Brotteig noch einmal auf einer ebenfalls bemehlten Fläche ordentlich durchgeknetet. In der Form muss der Teig nochmals eine halbe Stunde ruhen. Der Backofen wird in der Zwischenzeit auf 200 Grad/ 175 Grad Umluft oder Stufe 2 bei einem Gasherd vorgeheizt, bevor die Backform für etwa 50-60 Minuten in den Ofen kommt.

Nach der Backzeit wird das Brot mit der Form aus dem Backofen geholt. Wenn man mit den Fingerknöcheln auf das Brot klopft, sollte es hohl klingen. Das nennt man „Klopfprobe“.

Das noch heiße Brot wird mit Aprikosenmarmelade eingestrichen und mit den Schokoraspeln bestreut. Anschließen sollte es auf einem Kuchengitter auskühlen.


‘Rehbraten’ zur Fastenzeit

Ein süß-scharfes vegetarisches Hauptgericht zu Brot

Zutaten:
8 frische ( oder 10 getrocknete) Feigen
150 g Weinbeeren
1/4 l Weißwein
3 EL Mehl
Salz
10-12 schwarze Pfefferkörner zerdrückt
1 Stück frischer Ingwer gerieben
2 Msp Zimtpulver
3 Kardamonkapseln (nur Samen)
1 Prise Nelkenpulver
1 Prise Muskatnuss
3 EL Butter
1 g Safran
4 EL Weißwein
12 geschälte Mandeln
Zucker oder geriebenen Ingwer

Feigen häuten, kleinschneiden und mit den Weinbeeren im Weißwein kochen. Salz und Gewürze außer Safran dazugeben. Die Flüssigkeit reduzieren, bis die Masse klebrig und fest wird. Mit dem Mehl binden, abkühlen lassen. Mit feuchten Händen zu einem Rehrücken formen, mit Butterflocken bestreuen.

Auf dem Grill ca. 30 Minuten braten, hie und da wenden und mit Butter begießen. Darauf achten, dass die Weinbeeren nicht schwarz werden. Safran in Weißwein auflösen und die geschälten Mandeln einige Minuten darin einlegen, damit sie Farbe annehmen. Den ‘Rehbraten’ in Tranchen schneiden und mit den Mandeln bestecken. Mit Zucker oder geriebenem Ingwer bestreuen.

 

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